Die ersten Tage als Student/in. So findest du dich zurecht und startest optimal ins Studium.

Wer sich frühzeitig um alle organisatorischen Dinge wie Wohnen, BAföG, GEZ-Befreiung usw. gekümmert hat (siehe Beitrag „Das Studium rechtzeitig vorbereiten“), kann dem Semesterstart relativ entspannt entgegen sehen ‒ relativ, weil es wohl kaum jemanden gibt, der vor diesem neuen Lebensabschnitt nicht zumindest etwas aufgeregt ist. Es sind auch noch einige Punkte offen, die du vor dem ersten Studientag beachten solltest. Und wir haben noch Tipps für den Einstieg in das Studentenleben.

Willkommen an der Hochschule!

Willkommen Mode studiumAuf ihre Neuankömmlinge haben sich die Bildungseinrichtungen natürlich eingestellt. In der Regel gibt es ein mehr oder weniger umfangreiches Einführungsprogramm, das du auf keinen Fall verpassen solltest. Es empfiehlt sich, diese Termine dick im Kalender anzustreichen, denn sie liegen meist einige Tage oder Wochen vor Beginn des Winter- bzw. Sommersemesters (bei der Urlaubsplanung berücksichtigen!). Ein Großteil der Veranstaltungen dreht sich um organisatorische Dinge, um hilfreiche fächerübergreifende oder fachspezifische Informationen. Doch auch der Spaß kommt nicht zu kurz: Die Fachschaften bzw. Studierende höherer Semester lassen sich meist so einiges einfallen, um den „Erstis“ einen netten Start zu bereiten. Mal ist ein eine Party, mal eine Stadtführung ‒ lass
dich überraschen!

Die Aufgabe der Fachschaften

Zur Fachschaft gehören laut Wikipedia „alle Studenten eines Instituts, einer Fakultät oder eines Fachbereichs“. In den meisten Bundesländern wird jeder, der sich an einer Hochschule immatrikuliert hat, automatisch Mitglied der jeweiligen Fachschaft. Die gewählten Vertreter der Studierenden bezeichnet man „Fachschaftsrat“. Die Bezeichnungen können jedoch regional variieren, mitunter heißt es z. B. „Fachschaftsvertretung“ oder „Studierendenrat“. Da diese Gremien also von Gleichgesinnten organisiert werden, findest du hier bei Fragen oder Problemen immer gute Ansprechpartner. Meist sind die Kontakten der Fachschaften über die Webseite der Hochschule zu finden, sodass du dir sie bereits vor Studienbeginn notieren kannst.

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Die Hochschule ansehen

Uni CampusWenn es sich einrichten lässt, solltest du schon vor dem offiziellen Semesterbeginn einen Tag an deiner künftigen Hochschule verbringen und dir alles in Ruhe ansehen. Denn während der Einführungsveranstaltungen und an den ersten Studientagen und ist es wesentlich voller, und die Zeit ist dann auch knapp. Schlendere einfach mal durch die Gänge deines Fachbereichs, frage bereits Studierende nach den Büros der Dozenten, dem Prüfungsamt oder dem besten Mensa-Essen ‒ so beginnst du dich schnell heimisch zu fühlen und gewöhnst dich schon einmal daran, offen auf Kommilitonen zuzugehen.

Sich im Gewusel zurechtfinden

Am ersten Studientag gleichen besonders die größeren Hochschulen einem Bienenstock: An Universitäten kommen oft Hunderte von Studenten bei Veranstaltungen zusammen. Immer wieder liest man Erfahrungsberichte von Erstsemestern, die sich etwas verloren in dieser Menge fühlten. Wer studiert überhaupt mein Fach? Welchen Prof. spreche ich am besten an? Und wo war nochmal das Sekretariat? Zahlreiche Fragen auf einmal schießen einem durch den Kopf und man hat das Gefühl, sich hier niemals zurechtzufinden. Lass dich davon nicht beirren: Wie in einer fremden Stadt, ist bereits beim vielleicht dritten, vierten Besuch alles viel vertrauter, und nach weiteren Wochen hat sich schon manch einer über die anfängliche Unsicherheit gewundert. An vielen Hochschulen gibt es übrigens Infobroschüren für Erstsemester, die z. B. auch Lagepläne enthalten.

An Führungen teilnehmen

Klar, eine Hochschule ist kein Museum … Doch wie bei allen unbekannten Einrichtungen ist es hilfreich, sich die Räume und Besonderheiten von fachkundigem „Personal“ zeigen zu lassen. Die Fachschaften bieten solche Führungen meist im Rahmen der Einführungsveranstaltungen an, teilweise z. B. auch eine spezielle Bibliothekenführung. Außerdem gibt es so manche hilfsbereite Studenten, die man auch einfach mal so bitten kann, etwa den kürzesten Weg zum Semesterticketbüro zu zeigen. Schließlich war jeder einmal in dieser Situation.

Freizeitangebote nutzen

StudentenlebenUm schnell Kontakte zu knüpfen und bei all dem Lernen für Ausgleich zu sorgen, solltest du dich auch nach schönen Freizeitmöglichkeiten erkundigen. Eine tolle Sache ist zum Beispiel der Hochschulsport: Für einen geringen monatlichen Kostenbeitrag kannst du ein Programm nutzen, dass von verschiedensten Ballsportarten über Wassersport bis hin zu Yoga & Co. reicht ‒ auch eine hochschuleigene Sauna ist oft dabei. Im Uni-Viertel gibt es zudem die typischen „Studentenkneipen“ die zum Hochschulleben einfach dazu gehören. Falls du für das Studium in eine andere Stadt gezogen bist, solltest du auch mal über den Tellerrand des Campus schauen ‒ bestimmt gibt es einige kulturelle oder anderweitige Highlights.

Rat und Tat

An jeder Hochschule dienen Beratungsstellen als Anlaufstelle bei Kummer und Fragen. Weil diese jedoch oft bestimmte Bereiche abdecken, ist es gut, sich von Anfang an einen Überblick zu verschaffen und die Kontaktdaten zu notieren, die einem selbst weiterhelfen könnten. Das Angebot reicht von der jeweils allgemeinen und fachspezifischen Studierendenberatung über spezielle Frauenbeauftragte und Familienbüros, die sich an Studierende mit Nachwuchs richten. Es gibt Beratungsstellen für Studierende mit Behinderungen oder wegweisende Instanzen wie das Career Service. Letzteres ist eher in späteren Semestern von Bedeutung, da man sich hier Unterstützung beim Start in das Berufsleben holen kann. Eines aber ist gewiss: Du wirst als Studienbeginner(in) nicht allein gelassen und vielen anderen geht es ähnlich wie dir.