Das Studium rechtzeitig vorbereiten. Ein paar Infos zu deinem Start in die Studienzeit.

Du hast die Bestätigung für den Studienplatz deiner Wahl erhalten? Glückwunsch! Nun beginnt eine Zeit, die viele im Nachhinein als „schönsten Phase meines Lebens“ bezeichnen. Damit der Start in das erste Semester gut gelingt, sollten bzw. müssen manche Dinge schon lange vor dem ersten Hochschultag geregelt werden. Hier einige wichtige Tipps.

An die Einschreibung denken!

Dies darfst du auf keinen Fall übersehen, wenn du den Studienplatz nicht gleich wieder riskieren willst. Denn die Hochschule hat zwar deine Bewerbungsunterlagen erhalten ‒ die Einschreibung (Immatrikulation) aber ist etwas anderes. Schließlich bewerben sich viele Interessierte bei mehreren Unis, (Fach)hochschulen oder Akademien, und nicht jeder, der einen Studienplatz erhalten hat, tritt diesen auch an. Daher erfolgt die offizielle Registrierung als Studentin oder Student erst in einem weiteren Schritt. Ausnahme: Du hast keine Bewerbung, sondern gleich eine verbindliche Anmeldung geschickt. Dies ist bei zulassungsfreien Studiengängen möglich. In allen anderen Fällen ist die Immatrikulation an Fristen gebunden, die i. d. R. vor Semesterbeginn ablaufen. Also, schaue lieber noch einmal in deine Zulassungsunterlagen oder frage bei der Hochschule nach. Inzwischen können Studienbeginner sich übrigens bei vielen Bildungseinrichtungen bequem online einschreiben.

Wohnung und Umzug

Umzug für StudiumIn den wohl meisten Fällen ist der Heimatort ein anderer als die Stadt, in der sich die Hochschule befindet. Das Studium ist für viele Schulabsolventen daher auch der Schritt in ein eigenes Leben. Um eine passende und bezahlbare Bleibe zu finden, solltest du dich so früh wie möglich darum kümmern. Es hängt auch ein wenig von der Stadt ab. In Großstädten drängeln sich oft besonders viele Bewerber bei Wohnungsbesichtigungsterminen, aber auch kleinere Universitätsstädte verzeichnen vor Semesterbeginn regelmäßig einen hohen Andrang.

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Die Eltern als Hauptmieter

Leichter als eine komplette Wohnung ist normalerweise ein Zimmer zu finden ‒ zur Untermiete, in einer WG oder in einem Studentenwohnheim. Denn wer selbst eine Wohnung anmietet, muss in der Regel ein festes Einkommen und eine einwandfreie Bonität nachweisen. Es ist aber möglich, dass z. B. die Eltern die Wohnung mieten oder als Bürgen einspringen. Viele Studenten entscheiden sich aus ganz anderen Gründen für ein Zimmer in einer Gemeinschaft: Man ist nicht alleine in der neuen Studienumgebung, kann zusammen kochen und lernen, auch viele Kosten wie Strom und WLan-Anschluss sind günstiger, wenn man sie aufteilt.

Geschickte Finanzplanung

Finanzen StudiumSeien wir ehrlich: Mit einer Phase materiellen Reichtums hat ein Studium normalerweise nichts gemeinsam. Wer nicht gerade aus einer wohlhabenden Familie stammt, die kräftig zubuttert, muss während dieser Zeit mit einem knappen Budget auskommen. Daher ist es wichtig, einen kleinen Finanzplan aufzustellen: Was benötige ich für die monatlichen Fixkosten (Wohnen, Lebensunterhalt, Studiengebühren/Semesterticket, Versicherungen etc.)? Welche Einkünfte stehen zur Verfügung? Übrigens, es gibt so einige Finanzierungsmöglichkeiten. Wir haben sie hier für dich zusammengestellt.

Begrüßungsgeld, Vergünstigungen, Rabatte

Als Student stehen dir obendrein diverse Vergünstigungen zu. Wer sich nicht informiert, übersieht unter Umständen die eine oder andere Möglichkeit, zumal es je nach Bundesland/Kommune einige Unterschiede gibt. In manchen Städten (z. B. Berlin) erhalten Studierende zum Beispiel 100 Euro Begrüßungsgeld. Voraussetzung ist, dass die jeweilige Stadt zu Studienbeginn der gemeldete Hauptwohnsitz ist. BAföG-Empfänger, die nicht bei den Eltern leben, können sich von den GEZ-Gebühren (für Rundfunk- und Fernsehen) befreien lassen ‒ auch darum sollte man sich rechtzeitig kümmern. Und dann sind da die zahlreichen Studenten-Ermäßigungen und -Rabatte, an Theaterkassen, bei Abonnements, Handy-Tarifen, Girokonten usw. Zwei Webseiten haben sich dies gleich zum Inhalt gemacht: www.studenten-spartipps.de und www.geizstudent.de.

BAföG und Nebenjob

BafögWer auf diese Einkünfte angewiesen ist, sollte sie frühzeitig sichern. BAföG etwa wird ab dem Tag der Antragstellung bewilligt, kann aber nicht wird rückwirkend beantragt werden. Jeder verstrichene Monat bedeutet also verschenktes Geld. Auch die Suche nach einem passenden Nebenjob kann ein wenig Zeit kosten. Die Chancen, Arbeit zu finden sind jedoch recht groß, da viele Firmen, Gastronomiebetriebe usw. gezielt nach Studenten suchen. Wir empfehlen, nach einem Job Ausschau zu halten, der zum Studium passt ‒ in diesem Fall also z. B. in einem Mode-Unternehmen oder als studentische Hilfskraft an der Uni. Es macht sich besser im Lebenslauf und häufig sind diese Tätigkeiten auch (in positivem Sinne) etwas anspruchsvoller, während z. B. nächtliches Hinter-dem-Tresen-stehen eher an die körperliche Substanz geht.

Zeitig bewerben: Das Vorpraktikum

Eine ganz wichtige Sache, über die du dich schon bei der Auswahl deines Studienganges informieren solltest: Oftmals gehört ein mehrwöchiges Vorpraktikum zu den Zulassungsvoraussetzungen. An der Fachhochschule Trier wird es zum Beispiel für das Mode-Design-Studium verlangt. Wie der Name schon sagt, soll dieses Praktikum vor dem Studium absolviert werden. Allerdings zeigen sich viele Hochschulen kulant und gestatten, es während der ersten Semester nachzuholen. Um sicher zu gehen, solltest du dies jedoch vorher abklären. Davon abgesehen ist ein zusätzliches Praktikum während des Studiums auch eine zusätzliche Belastung.

Das Praktikum nutzen

Wann immer es sich einrichten lässt, sollte das Vorpraktikum also seinem Namen entsprechend absolviert werden. Du kannst sogar schon damit anfangen, während du noch auf die Zulassung für den Studiengang wartest. Praxiserfahrung ist schließlich immer von Vorteil. Mitunter stellt sich dabei heraus, dass der angestrebte Beruf doch nicht so ganz das Richtige ist. Der Vorteil ist dann, dass man sich dann noch für ein anderes Studium entscheiden kann.