Bekleidungsdesigner/ Entwurfsdirektrice – Infos zur Ausbildung / Weiterbildung

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Bekleidungsdesigner und Entwurfs- oder Schnittdirektricen sind Produktentwickler im spannenden Bereich der Mode. Sie entwickeln Kollektionen und Einzelteile für die Damen-, Herren- und Kindermode ebenso, wie für Unterwäsche- oder Sportbekleidung. Sie erstellen Konzepte, wählen Materialien, skizzieren Schnitte und sorgen für die richtigen Models. Bekleidungsdesigner und Entwurfsdirektricen begleiten eine Kollektion von der Idee bis zur Produktion, koordinieren und organisieren die dazwischenliegenden Schritte. Dabei müssen Sie Stil und Philosophie des Unternehmens mit wirtschaftlichen Rahmenbedingungen wie Zielpreis und Zielgruppe zu vereinen und daher nicht nur die Materialien und Accessoires gut kennen, sondern auch die Kosten einer Kollektion kalkulieren können.

Die Ausbildung zum Bekleidungsdesigner oder zur Entwurfsdirektrice ist eine berufliche Weiterbildung, sie schließt also in der Regel an eine Ausbildung im Bereich Bekleidung und Mode an. Die Staatliche Modeschule Stuttgart und die Deutsche Meisterschule für Mode in München bieten diese Weiterbildung an, allerdings müssen bestimmte Zulassungsvoraussetzungen erfüllt werden. Eine abgeschlossene Berufsausbildung als Gestalter/in für Bekleidung und Mode, Schnitt-, Entwurfs- oder Fertigungsmodelleur bzw. -Direktrice oder als Techniker/in (Bekleidungsgestaltung) ermöglicht den Zugang ebenso, wie der Abschluss einer Modeschule. In beiden Fällen müssen Bewerber allerdings eine anschließende Berufstätigkeit von mindestens drei Jahren Dauer nachweisen und eine Aufnahmeprüfung bestehen.

Wer eine Berufstätigkeit in einem vorbereitenden Beruf von mindestens sechs Jahren nachweist, eine Mappe mit eigenen künstlerischen oder modespezifischen Arbeiten vorlegt und die Aufnahmeprüfung besteht, kann sich ebenfalls weiterqualifizieren lassen.

Die Weiterbildung zum Bekleidungsdesigner oder zur Entwurfsdirektrice dauert vier Semester und vermittelt ein breites theoretisches Fachwissen, verbunden mit praktischem Können. Dabei werden die Studierenden in den Bereichen Schnitt, Kollektionsgestaltung und Produktion praktisch ausgebildet, zusätzlich stehen auf dem Lehrplan:

  • Industrieschnitt und Verarbeitungstechnik
  • Mode- und Kunstgeschichte
  • Kalkulation
  • Betriebsorganisation
  • Betriebspsychologie
  • Maschinenkunde
  • Materialkunde
  • Rechnungswesen

Die Realisierung von marktgerechten Trendkollektionen, die Entwicklung von saisonalen Farbkonzepten, die Erstellung von Entwurfsmappen und die Umsetzung von Modellschnitten vermitteln praktische Routine und Erfahrung.

Berufliche Perspektiven nach der Zusatzausbildung:

Ausgebildete Bekleidungsdesigner und Entwurfsdirektricen sind in den Bereichen Kollektionsgestaltung, Schnittentwicklung und Modeproduktion tätig. Mögliche Arbeitgeber sind

  • Modehäuser
  • Bekleidungsbetriebe
  • Modelabel

Ebenso ist auch der Schritt in die Selbstständigkeit oder zu einem ausländischen Arbeitgeber möglich.

Für wen eignet sich die Ausbildung / Weiterbildung?

Wer sich zum Bekleidungsdesigner oder zur Entwurfsdirektrice weiterbilden will, sollte ein großes Interesse an Bekleidung und Mode besitzen, einen Sinn für Ästhetik, Farben, Silhouetten und Formen besitzen und sehr kreativ sein. Freude am Umgang mit Stoffen und Textilien ist ebenso wichtig, wie zeichnerisches und gestalterisches Talent und ein Gespür für modische Trend.