Beruf Kostümbildner

Ein kreativer Beruf mit viel Verantwortung. Kostümbildner haben viele wichtige Aufgaben und entwerfen nicht nur Kostüme für ein Theaterstück oder eine Oper. Was du alles über den Beruf Kostümbildner wissen musst, erfährst du hier.

Definition: Was ist ein Kostümbildner?

Kostümbilder designen und optimieren Kostüme für Theater-, Opern- oder Filmauftritte. Dabei achten sie darauf, dass die Kostüme zu den Charakteren, dem Bühnenbild und der Stimmung der jeweiligen Produktion passen.

Diese kurze Definition bringt es zwar kurz und knapp auf den Punkt, doch es hängt noch viel mehr an diesem Beruf. Die Kalkulation von Herstellungs- und Materialkosten, die Leitung von Kostümabteilungen oder die Überwachung des Nähprozesses gehört ebenfalls zum Beruf Kostümbildner hinzu.

Was macht ein Kostümbildner?

Exotische Kostüme designen und Accessoires auswählen. Die Vorstellung vom Berufsalltags eines Kostümbildners oder einer Kostümbildnerin ist oft sehr eindimensional. Dabei übernimmt er oder sie nicht nur das Kostümdesign, sondern wählt die passenden Materialien und Stoffe aus. Gleichzeitig müssen Kostümbildner darauf achten, dass sie die Kosten geringhalten. Also lieber erst einmal im eigenen Stofflager nachsehen, ob nicht vorhandene Stoffe verwendet werden können. Auch Organisatorisches, wie die Rücklieferung ausgeliehener Kostüme oder die Abrechnung des verwalteten Budgets gehören dazu.

Der Spagat zwischen kostengünstiger Herstellung und außergewöhnlichem Design ist meist sehr schwierig. Dazu kommt die Absprache mit dem Bühnenbildner, dem Regisseur und den Maskenbildnern. Ein/e Kostümbildner/in muss nicht nur formale Anforderungen erfüllen, sondern auch einen Kompromiss zwischen den verschiedenen, subjektiven Vorstellungen der Mitwirkenden finden.

Wissenswert: Kostüme müssen unterschiedliche Voraussetzungen erfüllen. Ein Kleid für eine Oper muss zum Beispiel von weitem auffallen und Risse oder Blut müssen auch in der letzten Reihe zu sehen sein. In einem Film jedoch gibt es oft Großaufnahmen und da reichen kleine Andeutungen. Außerdem wird die Bildqualität immer besser, sodass sehr sorgfältig und genau gearbeitet werden muss.

Kostümbildner werden

Der Beruf Kostümbildner ist aufregend und sehr abwechslungsreich. Da kann in einer Produktion ein Brautkleid, in einer anderen aber ein historisches Rittergewand gefordert sein. Doch wie kann man sich für den Beruf qualifizieren?

Der Beruf Kostümbildner ist gesetzlich nicht festgelegt. Das bedeutet, dass sich jeder Kostümbildner nennen kann. Allerdings brauchst du für eine erfolgreiche Karriere wichtige Fähigkeiten und Kenntnisse. Die kannst du dir natürlich selbst beibringen, doch das ist ziemlich schwierig. In der Regel erkennen potenzielle Arbeitgeber Kostümbildner an, die wenigstens eine Gesellenprüfung im Schneiderhandwerk abgelegt haben. Du steigerst deine Chancen auf einen guten Job allerdings deutlich, wenn du ein Kostümdesign Studium an einer Kunsthochschule oder Modeakademie absolviert hast. Aber auch ein Modedesign Studium oder ein Fashion Design Studium qualifiziert dich für den Beruf Kostümbildner.

Tipp: Du möchtest gerne Modedesigner/in werden? Dann musst du nicht unbedingt ein Studium oder eine Modedesign Ausbildung absolvieren. Das Kostümdesign Studium qualifiziert dich nämlich auch für den Beruf Modedesigner.

Dieses Studium ist genau das Richtige für dich? Dann findest du hier Hochschulen, die ein Kostümdesign Studium anbieten:

Wo arbeiten Kostümbildner?

Arbeitsplätze finden Kostümdesigner vor allem im Theater oder in der Oper. Doch auch in Filmstudios, Kulissenwerkstätten oder in Agenturen für Messedesign, können sie arbeiten. Mit ihren handwerklichen Fähigkeiten können sie auch einen Job in einer Maßschneiderei annehmen und für private Kunden arbeiten. Dabei sprechen sie sich immer wieder ab und passen die Kleidung genau an die Vorzüge und Besonderheiten des Kunden an. Ein Beispiel dafür ist die Arbeit in einem Brautmodengeschäft. Die Kleider sollen einzigartig sein und doch zu der jeweiligen Braut passen.

Berufsaussichten

Einen Job für festangestellte Kostümbildner gibt es leider nur selten. Doch keine Angst: In der Regel arbeiten die meisten Kostümbildner freiberuflich und werden je nach Theaterstück oder Produktion beauftragt und bezahlt. So können Arbeitgeber Kostümbildner für ein Stück auswählen, die genau zu dem Stil und Thema passen.

Tipp: In kleinen Theatern übernehmen Kostümbildner meist auch die Leitung der Kostümabteilung.

Du möchtest direkt herausfinden, welche Jobs für eine/n Kostümbildner/in ausgeschrieben sind? Dann findest du hier passende Stellenausschreibungen:

Gehalt

Pauschal kann das Gehalt eines selbstständigen Kostümbildners nicht angegeben werden, denn das Einkommen schwankt sehr stark. Schließlich arbeiten selbstständige Kostümbildner auf Honorarbasis und wenn es einen Monat nur wenige Aufträge gibt, ist das Gehalt auch sehr gering. Andersherum können sie durch viele gute Aufträge auch besonders viel Geld in einem Monat verdienen.

Besser einzuschätzen ist das Gehalt von festangestellten Kostümbildnern. Diese verdienen zwischen 1.800 und 3.200 Euro brutto im Monat. In der Modeindustrie verdienen sie besonders gut und große Unternehmen zahlen mehr, als Kleine. Doch auch der Standort wirkt sich auf das Einkommen aus. So verdienen Kostümbildner in Nordrhein-Westfalen im Durchschnitt 2.300 Euro brutto im Monat, in Brandenburg nur 1.800 Euro.

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