Gehalt in der Modebranche

Kann man in der Modebranche gut verdienen? Wer verdient hier gut und wer eher schlecht? Wir haben uns die Gehälter im Modebereich angesehen. Hier kommt der große Überblick.

Ein durchschnittliches Einstiegsgehalt, also das Gehalt, was einen nach Ausbildung und Studium erwartet, liegt laut Gehalt.de in der Modebranche bei 22.000 - 35.000 Euro im Jahr (brutto).

Wie kommt diese große Spanne zustande?

Ganz klar: Hier muss zwischen den verschiedenen Berufsfeldern unterschieden werden. Die Gehälter in Serviceberufen (Verkäufer, Mode-Berater, Schneider), liegen deutlich unter denen im Management (Marketing Manager, Sales Manager, Produktmanager), welche wiederum oft nicht mit denen von Textiltechnikern mithalten können (Textilingenieur, Produktionsleiter, Textil-Maschinenbauer).

Damit du dir einen ersten Eindruck von Gehältern machen kannst, haben wir verschiedene Berufe für dich recherchiert.

Beispiele für Gehälter

Beruf:Geschlecht, Alter:Unternehmensgröße:Monatsgehalt (brutto):
Modedesignerinw, 30 Jahreklein2.794 €
Modedesignerm, 35 Jahreklein2.522 €
Junior-Textildesignerinw, 28 Jahreklein2.250 €
Textildesignerinw, 42 Jahre sehr groß4.754 €
Textildesignerinw, 32 Jahresehr groß3.675 €
Head of Design Modew, 46 Jahregroß8.637 €
Modenäherinw, 29 Jahreklein2.040 €
Maßschneiderinw, 45 Jahreklein2.350 €
Kostüm-Schneiderinw, 48 Jahreklein2.734 €
Fashion Stylistinw, 27 Jahreklein1.891 €
Fashion Stylistinw, 48 Jahregroß2.932 €
Fashion Expertin / Online Marketingw, 19 Jahreklein1.682 €
Einkäuferin Textilw, 29 Jahreklein4.336 €
Produktmanagerin Textilw, 32 Jahremittel4.573 €
Produktmanagerin Fashionw, 26 Jahreklein1.901 €
Director of Sales Luxury Hotelsw, 44 Jahregroß4.362 €
Store Manager Luxusw, 44 Jahregroß3.731 €
Sales Manager International in Fashionm, 27 Jahreklein3.255 €
Verkaufsberaterin Textilw, 51 Jahremittel2.724 €
Modeberaterinw, 49 Jahremittel1.627 €
Einzelhandelskauffrau Modew, 30 Jahregroß2.391 €
Filialleiterin Modew, 46 Jahremittel3.906 €
Verkäuferin Bekleidungw, 33 Jahresehr groß1.400 €
Mode-Redakteurinw, 45 Jahreklein4.231 €
Fashion Editorw, 26 Jahreklein1.719 €
Junior Fashion Product Editorw, 29 Jahregroß2.516 €
Versandleiter Bekleidungm, 51 Jahremittel3.354 €
Teamleiter Logistik - Fashionw, 31 Jahreklein4.999 €
Bekleidungstechnikerinw, 32 Jahremittel2.300 €
Textiltechnikerw, 50 Jahreklein3.965 €
Entwicklungsingeneur Textilm, 32 Jahremittel4.215 €
Entwicklungsingenieurin Textilw, 36 Jahremittel5.627 €
Produktionsleiter Textilm, 44 Jahremittel3.783 €
Chemikant-Textiltechnikerm, 28 Jahremittel3.149 €
Textiltechniker Serienproduktionm, 44 Jahremittel4.443 €
Textiltechniker Einzelfertigungm, 52 Jahregroß4.312 €
Technische Gestalterin Textiltechnikw, 27 Jahremittel2.639 €

Quelle: Gehalt.de
Unternehmensgröße: 1-20 Mitarbeiter = klein | 21-100 Mitarbeiter = mittel | 101-1.000 Mitarbeiter = groß | > 1.000 Mitarbeiter = sehr groß

Faktoren, die das Gehalt beeinflussen

Die Gehälter in der Modebranche schwanken stark. Viele Faktoren beeinflussen, was am Monatsende auf dem Konto ist. Daher ist es kaum möglich eine klare Aussage zum Thema Gehalt zu machen. Wir wollen aber eine Orientierung bieten:

Gehaltsunterschiede nach…

…Tätigkeitsfeld

Wie bereits erwähnt: Es kommt drauf an, was man macht. Je mehr fachliches Know-how man hat, desto stärker sind Unternehmen auf einen angewiesen und zahlen dementsprechend gut. Techniker haben beispielsweise ein sehr spezifisches Wissen, sie sind nicht leicht zu ersetzen. Kein Wunder, dass sie die Gehaltslisten oft anführen. Ingenieure verdienen als Fach- und Führungskraft, also mit etwas Berufserfahrung und erster eigener Verantwortung, laut Stepstone Gehaltsreport 2017 fast 70.000 Euro (brutto) im Jahr. Hieran können sich Textilingenieure gut orientieren. Studierte Modemanager dürften sich in diesem Report an den Zahlen der Wirtschaftswissenschaftler orientieren: Mit gut 65.000 Euro (brutto) jährlich im Jahr haben sie ebenfalls wenig zu meckern. Das durchschnittliche Gehalt von Modedesigner wird im Schnitt eher darunter liegen. Da diese aber auch oft selbstständig sind, ist das Gehalt schwierig zu ermitteln.

…nach Verantwortung

Wer Kollegen anleitet, ein Team oder eine ganze Abteilung führt und damit viel Verantwortung übernimmt, wird besser entlohnt als diejenigen ohne Führungsfunktion.

…Abschluss

Beim Modedesign kommt es weniger auf den Abschluss an (ob Bachelor, Master oder Ausbildung) – am Ende zählt Talent und, ob man sich selbstständig gemacht hat oder angestellt arbeitet. Beim Modemanagement kann der Abschluss schneller Auswirkungen auf die Karriere haben. Wer einen Bachelor hat, steigt schneller in Führungspositionen auf, als derjenige mit der kaufmännischen Ausbildung. Wer sogar einen Master vorweisen kann, hat ggf. nochmal bessere Karten in der Gehaltsverhandlung.

…Unternehmen

Große Unternehmen zahlen oft besser als kleinere. Klar, der große etablierte Konzern kann einfach mehr Geld ausgeben als ein kleines neu gegründetes Start-Up.

…Standort

Egal, welche Branche: Schaut man sich die Durchschnittsgehälter der Bundesländer an, gewinnt der Süden. Baden-Württemberg und Bayern führen oft die Gehaltstabellen an. Auch Hessen und NRW liegen eher noch im oberen Teil. Deutlich geringer wird das Gehalt im Norden von Deutschland und in Berlin. Das Schlusslicht bilden die ostdeutschen Bundesländer – Gehälter fallen hier immer noch geringer aus als anderswo in Deutschland. Dafür sind natürlich auch die Lebenshaltungskosten günstiger.

Fazit:

Was du nach dem Mode Studium verdienst, hängt von vielen einzelnen Faktoren ab. Wenn du viel verdienen willst, solltest du Führungspositionen anstreben. Die erreicht man am besten über einen guten Abschluss, ständige Weiterbildung und natürlich Motivation.

Tipps für die Gehaltsverhandlung

Leider gibt es keinen perfekten Ablauf, den man in einer Checkliste abhaken kann. Dafür sind die Umstände einer Gehaltsverhandlung viel zu unterschiedlich und nicht jeder Chef legt auf dieselben Dinge wert und möchte oder kann nur eine bestimmte Summe zahlen. Ein paar Dinge gibt es dennoch zu bedenken:

  • Sich gut vorbereiten: Über einen längeren Zeitraum Notizen zu besonders guten Leistungen und Ideen machen, um Argumente parat zu haben.
  • Realistische Forderungen stellen: Informiere dich im Internet, bei Freunden oder sogar vielleicht Kollegen, was sie verdienen.
  • Das gewünschte Gehalt etwas höher ansetzen, um Verhandlungsspielraum zu gewährleisten (aber nicht zu hoch!)
  • Sich Alternativen überlegen, wenn der Arbeitgeber nicht mehr zahlen will: Das Monatsticket für die Bahn, die Mitgliedschaft im Fitnessstudio, ein Tankgutschein oder Altersvorsorge können einen ebenfalls finanziell entlasten. Und der Arbeitgeber kann es absetzen. Das ist ihm manchmal lieber als das Geld auszuzahlen.
  • Bereitschaft zur Weiterbildung signalisieren – sprich: Du wirst dich auf einem höheren Gehalt nicht ausruhen.

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